| Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), 1976 |
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Für sportliche Baumaßnahmen Zuschuß-"Topf" schnell leer
TC Oberhausen plant Klubhaus - Tus baut vier neue Tennisplätze
Der neue Tennisclub Oberhausen (früher RWO-Tennisabteilung) will in den mit dem SC Rot-Weiß bestehenden Vertrag über die Überlassung der Tennisanlage an der Landwehr einsteigen, teilte die Verwaltung in der Sportausschusssitzung unter dem Vorsitz von Hans Jansen am Donnerstag mit. Der Regierungspräsident hat sich hiermit unter der Voraussetzung einverstanden erklärt, dass die mit Landsmitteln geförderten Tennisplätze für 25 Jahre erhalten bleiben. Sobald die Eintragung ins Vereinsregister erfolgt ist, will die Stadt mit dem TC Oberhausen einen neuen Vertrag abschließen.
Der neue Tennisclub (Vorsitzender Gert Buttgereit) will - wie gemeldet - bereits im kommenden Jahr eine Flutlichtanlage sowie ein Klubhaus an der Landwehr errichten. Der Klub erhofft sich folgende Zuschüsse: Flutlicht vom Land 20 000 DM, Stadt 10 000 DM, Klubhaus vom Land 70 000 DM, Stadt 35 000 DM. Nach den Richtlinien beträgt der Zuschuss für die Flutlichtanlage (Gesamtkosten 40 000 DM) vom Land jedoch nur 12 000 DM, Stadt 6 000 DM und für das Klubhaus (Gesamtkosten 250 000 DM) vom Land 50 000 DM und von der Stadt 25 000 DM.
Der Sportverwaltung sind bisher folgende weitere Investitionsmaßnahmen für 1976 bekannt:
OTV 73: Erstellung von leichtathletischen Anlaufflächen in Recortan auf dem Gatterdamplatz (Kosten 32 996 DM) und die Erdarbeiten hierzu (19 530 DM). Die Sportstättenkommission unter dem Vorsitz des Stadtverordneten Manfred Röse hat bei einer Besichtigung des Gatterdamplatzes jedoch den Eindruck gewonnen, dass diese Maßnahmen zu aufwendig sind, und eine Förderung abgelehnt, zumal in absehbarer Zeit im Stadion Niederrhein geeignete Anlagen geschaffen werden sollen. Die Errichtung einer Flutlichtanlage auf dem Gatterdamplatz wurde dagegen von der Sportstättenkommission befürwortet (Kosten 7 728 DM).
Die Turnerschaft Sterkrade von 1869 plant den Kauf eines Polyester-Motorbootes (Gesamtkosten 15 980 DM, Zuschüsse Land 7 500 DM, Stadt 3 750 DM).
Tus Alstaden 87/97 will - wie gemeldet - vier neue Tennisplätze (Gesamtkosten 110 000 DM, Zuschüsse Land 48 000 DM, Stadt 24 000 DM) errichten, dazu zwei Trainingsbeleuchtungen (Gesamtkosten 52 000 DM).
Der BSV 66 plant die Errichtung einer Flutlichtanlage auf dem Platz an der Concordiastraße (Gesamtkosten 25 000 DM, Zuschüsse Land 12 000 DM, Stadt 6 000 DM).
Wie die Sportverwaltung mitteilte, wurden die Investitionsmaßnahmen bisher aus dem Vermögenshaushalt finanziert, wofür jährlich 125 000 DM zur Verfügung standen. Die von den Vereinen für die oben geschilderten Maßnahmen erhofften städtischen Zuschüssen betragen bereits 105 813 DM.
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| Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), 1977 |
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Keine Zuschüsse für Bauvorhaben des TCO
Neuer Klub vor unerwarteten Schwierigkeiten
Der Tennisclub Oberhausen (früher Abteilung des SC Rot-Weiß) stößt mit seinen Bauvorhaben auf unerwartete Schwierigkeiten. In der Sitzung des städtischen Sportausschusses am Donnerstag forderte Stadtverordneter Werner Meinicke (SPD), mit der Übertragung des Pachtvertrages auf den neuen Tennisverein keinerlei Zusagen für eventuelle Zuschüsse zu geplanten Baumaßnahmen - der TCO will an der Landwehr noch ein Klubhaus mit Wasch- und Umkleidegelegenheiten sowie eine Tennishalle errichten - zu verbinden. Weitere bauliche Maßnahmen an der Landwehr müssten vorher "einer gründlichen Überprüfung unterzogen werden".
Auch Stadtverordneter Hein Niemczyk (CDU) vertrat die Ansicht, dass der Tennisclub Oberhausen die vorhandenen Wasch- und Umkleidegelegenheiten im RWO-Klubhaus an der Landwehr nutzen sollte. "Wir haben für ein neues Klubhaus keine Mittel."
Der Vorsitzende des Stadtsportbundes, Willi Rüddel, warf die Frage auf, was geschieht, wenn RWO sagt, zieht euch woanders um, wir brauchen unsere Räume selbst. Sportausschussvorsitzender Hans Jansen wies darauf hin, dass auch in der Turnhalle Umkleidemöglichkeiten bestehen.
Werner Meinicke meinte abschließend, es müsse auf jeden Fall vermieden werden, dass kostspielige Anlagen, die von der Stadt bezuschusst werden, doppelt vorhanden sind.
Der Notvorstand des SC Rot-Weiß Oberhausen hat sich mit einer Übertragung des Pachtvertrages auf den neuen Tennisverein (Vorsitzender Gert Buttgereit) einverstanden erklärt. Zusagen, wie sie früher RWO für die Unterstützung baulicher Maßnahmen gemacht wurden, wird dieser nach dem allgemeinen Wunsch der Sportausschussmitglieder aber nicht enthalten.
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| Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), 1979 |
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Klubhaus soll auch Terrasse erhalten
TCO-Vorsitzender Gert Buttgereit dankte allen
Das kommt höchst selten vor: Die Stadt versagte einen im allgemeinen üblichen Zuschuss und kassierte dennoch ein Dankeschön! Gesagt von Gert Buttgereit, Vorsitzender des Tennis-Club Oberhausen, bei der Einweihung des Klubhauses an der Samlandstraße.
Wo anderorts also die Vereine auf die Barrikaden gegangen wären, da wurde gedankt, weil die Stadt, eigentlich selbstverständlich, den Grund und Boden für die Tennisanlage im Landwehrstadion überlassen hat.
Ungeachtet dessen freuten sich die Mitglieder des TCO über ihr neues Domizil. Als Ehrengäste waren Bürgermeister Friedhelm van den Mond, Sportausschussvorsitzender Hans Jansen, RWO-Notvorstand Hans Jöpen, Rudi Christ (Tus 87/97 Alstaden) und Dr. Fritz Nagels (TG Erholung) gekommen. Der Stadtsportbund und der Tennisbezirk, bei solchen Anlässen immer dabei, waren nicht anwesend.
Gert Buttgereit spendete Dank an alle Seiten und vermerkte, dass dieses Klubhaus das Optimale sei. Schließlich sei der Club erst vier Jahre jung und habe neben der Platzanlage schon ein Klubhaus, das im nächsten Jahr noch um eine Terrasse erweitert werde. Buttgereit bat um Geld- und Sachspenden, damit das Klubhaus noch schöner werde.
Es sagte...
Bürgermeister Friedhelm van den Mond bei der Einweihung des Klubhauses des TC Oberhausen an der Samlandstraße, für das die Stadt keinen Zuschuß gewährte: "Soll ich denen noch Nachhilfeunterricht geben, wie man den Politikern Geld locker macht?"
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TCO-Vorsitzender Gert Buttgereit dankte Samstag bei der Einweihung allen, die am Bau des neuen Klubhauses beigetragen haben. Rechts Schatzmeister Karl-Heinz Weß, links Mitbegründer Edmund Koch.
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